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Sucht man im Internet nach einer allgemein
verständlichen Erklärung über die Funktionsweise eines Kompressors,
findet man zwar eine ganze Menge, aber eigentlich nichts, was jemandem
hilft der definitiv nicht weiß was geschieht wenn er an magischen Soft-
oder Hardwareknöpfen eines Kompressors mit Bezeichnungen wie Threshold,
Ratio, Attack und Release herumdreht.
In der Praxis führt die Unkenntnis der Funktionsweise
von Kompressoren meist zu einem planlosen Probieren verschiedener
Einstellungen, bis man dann mit Glück und Zufall irgend etwas gefunden
hat, dass irgend etwas tut, was man gerade gut findet. Der alternative
Ausweg aus diesem Dilemma ist die 'Automatik', oder der
'Ein-Knopf-Kompressor', bei dem man dann gar nichts mehr tun muss, aber
auch nichts tun kann.
Was also ist ein Kompressor für Audiosignale, wie
arbeitet er und was muss man wissen, um mit Kompressoren gute Ergebnisse
zu erzielen?
Stellen wir uns den Kompressor als 'Black Box' vor,
also einen Kasten mit einem Eingang und einem Ausgang für Audiosignale.
Im ersten Schritt schalten wir alles ab, was der Kompressor an
Funktionen hat, sodass er komplett inaktiv ist. Nun schließen wir ein
Eingangssignal an und betrachten den Ausgang. Bei den weiteren
Betrachtungen kommen wir um den Begriff Pegel nicht herum. Hier wird der
Begriff Pegel erklärt. Erhöhen wir den Eingangspegel, um z. B. 6 dB
steigt der Ausgangspegel ebenfalls um 6 dB an. Senken wir den
Eingangspegel z. B. um 20 dB, so wird auch der Ausgangspegel um 20 dB
niedriger. Dies lässt den Schluss zu, das Eingangs- und Ausgangspegel
normalerweise in einem festen, linearen Verhältnis zueinander stehen.
Auch wenn Ein- und Ausgangspegel nicht den gleichen Betrag haben, erhöht
sich der Ausgangspegel um 6 dB, von z. B. + 10 auf 16 dB, wenn wir den
Eingangspegel um 6 dB, z. B. von -20 auf -14 dB erhöhen. In diesem Fall
ändert sich nichts am linearen Verhältnis zwischen Eingangs- und
Ausgangspegel. Allerdings hat unsere Black-Box eine Verstärkung. Diese
ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Eingangspegel und dem
Ausgangspegel. In unserem Beispiel ist der Ausgangspegel + 10 dB wenn
der Eingangspegel - 20 dB ist. Also ist Verstärkung gleich der Differenz
von 30 dB. Ist der Ausgangspegel niedriger als der Eingangspegel, haben
wir es mit einer negativen Verstärkung oder Dämpfung zu. Wie gesagt, am
linearen Zusammenhang zwischen Eingangspegel und Ausgangspegel ändert
sich nicht. |
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