Volle Kanne

Lawo mc²90 ersetzt MC80 beim ZDF in Düsseldorf

Freitag, 15. April 2011
Mit dem mc²90 hat sich das ZDF für das Flaggschiff von Lawo entschieden, um damit ein Lawo MC80 zu ersetzen, das schon seit 1995 seinen Dienst in der Regie des Landesstudios Düsseldorf tut. Neben Postproduktion und MAZ-Bearbeitungen wird in dieser Regie auch die Livesendung „Volle Kanne – service täglich“ produziert.
Das ZDF Team in der Regie des Landesstudios NRW in Düsseldorf vor dem mc²90 Pult – vlnr.: Gerd Dahmen (tontechnische Belange), Anna Bispinck (Planerin), Honne Gissel (Toningenieur), Thorsten Schreiner (Toningenieur) (Bild: Lawo)
Das ZDF Team in der Regie des Landesstudios NRW in Düsseldorf vor dem mc²90 Pult – vlnr.: Gerd Dahmen (tontechnische Belange), Anna Bispinck (Planerin), Honne Gissel (Toningenieur), Thorsten Schreiner (Toningenieur) (Bild: Lawo)

Das MC80-Pult ist ein digitales Mischpult der ersten Generation; das in Düsseldorf installierte MC80 war das erste digitale Lawo-Pult überhaupt. Es hat bis Herbst 2010 einwandfrei seinen Dienst getan.

Ein neues digitales Pult wurde nötig, da die Anforderungen des modernen Produktionsalltags eine ebenso moderne Technologie und Funktionalität erfordern sowie die Vernetzbarkeit von Komponenten vorlangen. Bereits im Juni 2009 gab es beim ZDF erste Überlegungen, das MC80 auszutauschen. Seit Mitte Februar 2011 befand sich das neue Pult im Probebetrieb: Am Montag, den 14. März 2011, wurde dann die erste Sendung live aus der Düsseldorfer Regie ausgestrahlt. Bereits am Freitag zuvor waren alle senderelevanten Leitungen umgesteckt und das mc²90 endgültig integriert worden. Mit dieser gründlichen Vorbereitung funktionierte bei der Premiere alles ohne Probleme.

Das neue Herzstück der Regie hat 48 Fader (16-16-16) und 192 vollständige DSP-Kanäle. Die flexible Bedienoberfläche erlaubte es dem ZDF, durch Verzicht auf die üblichen zentralen Fader, acht weitere Fader auf begrenztem Raum unterzubringen. Durch die eingebaute erweiterte Zentralbedieneinheit (Center Large) ist dort mehr Platz für den Einbau von Fremdgeräten verfügbar. So besitzt das mc²90 in diesem Bereich einen Full-Size-Bildschirm, auf dem auch fremde Videosignale abgebildet werden können. Auch die Anzeige eines RTW-Messgeräts wird auf diesem TFT dargestellt. Von vier DSP-Karten wird eine Karte mit 48 DSP-Kanälen als redundante Karte eingesetzt. Die Matrix-/Schaltraum-DSP-Karte ist in den HD-Core integriert.

Die 8k-Router-Karte im HD-Core MKII, verbunden mit drei DALLIS-Systemen, wurde vollständig redundant ausgelegt, dadurch ergibt sich eine besonders hohe Betriebssicherheit. Eine einzige Taste in der Tonregie schaltet alle Abhör- und Sendeleitungen für den Ton und die Bildregie vom mc²90 auf ein Lawo crystal Pult um. Die wichtigsten Quellen liegen direkt auf, sodass mit dem crystal sofort weitergearbeitet werden kann. Die Umschaltung funktioniert technisch ohne Zeitverzögerung – man benötigt nur die Zeit, sich für die Umschaltung zu entscheiden. Die offene mc² Systemarchitektur erlaubt es, das mc²90 zusammen mit einem crystal, das als Havariemischer genutzt wird, in die bereits vorhandene Infrastruktur mit drei Lawo zirkon Pulten einzubinden. Die Quellen werden über MADI verbunden, wodurch Verkabelung gespart wird.


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Tags Tags: Lawo, mc²90, Mischpult, Gerd Dahmen, Anna Bispinck, Honne Gissel, Thorsten Schreiner, ZDF, Düsseldorf , Regie, proaudio, tontechnik, tonstudio


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