Auf den Leib geschneidert

TRIAGON-Tonregie unterstützt das Tiroler Landestheater Innsbruck

Montag, 07. Februar 2011
Für die Tonabteilung des Landestheaters Tirol in Innsbruck zählt Flexibilität: Das Mehrspartenhaus bietet nicht nur Oper, Musical, Tanz- und Sprechtheater unter einem Dach, sondern produziert CDs sowie Beiträge zur beliebten Radio-Sendung "Apropos Oper" im hauseigenen 24-Spur-Surround-Studio. Eine Tonregie, die dieser Vielfalt genügen soll, muss sich dem Theater anpassen - und nicht umgekehrt. Seit Herbst integriert sich eine neue TRIAGON-Regie mit NEXUS-Audionetz nahtlos in ein bereits 2001 installiertes NEXUS-System, das bisher als Infrastruktur für Audiovernetzung und Kommunikation diente.
Landestheater Innsbruck: Blick in die neue TRIAGON-Tonregie im großen Haus (Bild: Landestheater Innsbruck)
Landestheater Innsbruck: Blick in die neue TRIAGON-Tonregie im großen Haus (Bild: Landestheater Innsbruck)

„Unser neues Mischpult im großen Haus sollte einerseits viele physische Kanalzüge auf der Oberfläche bieten, andererseits einen schnellen und einfachen Zugriff auf die zahlreichen Effekte ermöglichen, die wir bei unseren Produktionen einsetzen“, erklärt Franz Fleischanderl, Leiter der Tontechnik in Innsbruck. Die Wahl fiel auf ein TRIAGON mit kundenspezifischer Sonderausstattung. Die mit 128 Audiokanälen und 64 Bussen ausgestattete Konsole kombiniert im Grunde zwei Konsolen in einem Rahmen, so dass nun 48 Kanalzüge zur Verfügung stehen. Doch damit nicht genug: Die standardmäßig mit Drehgebern ausgestatteten Kassetten der zweiten Reihe wurden in zwölf Kanalzügen durch solche mit weiteren Fadern ersetzt. Sie erlauben sowohl die Pegelung der bis zu 70 Inputkanäle, die bei Musical-Produktionen am Pult anliegen, wie die Einsteuerung der 8-Kanal-Zuspieler, die besonders im Schauspiel eingesetzt werden. Für die exakte, taktgenaue Einsteuerung externer Zuspielungen steht in der Meterbridge – ebenfalls als Sonderanfertigung – ein zusätzlicher Screen zur Verfügung, der einen Überblick über die Playlist und die Steuerung der Effekte vom Pult aus bietet. „Das ist für uns ein großer Vorteil, denn speziell in modernen Opern werden wir gerne als zusätzliches Instrument eingesetzt, so dass Zuspieler sehr exakt gestartet werden müssen“, merkt Fleischanderl an. Drei vollkommen frei belegbare Drehgeber je Kanalzug und Details wie die Anpassungen des Meterings oder der Schriftart in der Cuelist vervollständigen die Liste der kundenspezifischen Lösungen.

Vernetzt ist die Tonregie via NEXUS mit einer zweiten Tonregie in den Kammerspielen und der Probebühne. Insgesamt neun Basisgeräte, eines davon mobil, sind in den Häusern installiert. Sie stellen 870 Inputs und 667 Outputs zur Verfügung. „Bei der Planung der Signalverteilung war es unsere Aufgabe, die neue NEXUS-Anlage nahtlos in die bestehende, NEXUS-basierte Kommunikationsinfrastruktur der ELA- und Inspizientenanlage CAS 300 zu integrieren“, berichtet Andreas Müller, Systemingenieur bei SALZBRENNER über eine Besonderheit der Innsbrucker Installation. Die Lösung war die Verwendung von Datenübertragungskarten XTI zur Übertragung von Kommunikations- und Steuersignalen zwischen den NEXUS-Systemen: „Das im Bestand vorhandene, als Inspizienten- und ELA-System genutzte, CAS 300 spricht somit in alle Rufkreise gleichermaßen ein. Unabhängig davon, ob diese über bestehende oder neue Anlagenteile vernetzt sind. Für den Kunden war diese nahtlose Integration natürlich ein sehr wichtiges Argument, das für die Kombination aus NEXUS und TRIAGON sprach“, ergänzt Andreas Müller.

Seine Feuertaufe hinsichtlich Komfort und Anpassungsfähigkeit hatte das System gleich nach der Inbetriebnahme zu bestehen: Das seit Mai 2010 in Welturaufführung laufende Musical der Intendantin KS Brigitte Fassbaender „Lulu – Das Musical“ musste zur Wiederaufnahme im Herbst über die neue Tonregie gefahren werden. Dabei zeigte sich, dass die bisher recht langen Rüstzeiten für die aufwändige Produktion nun drastisch kürzer ausfielen, nachdem das Projekt einmal konfiguriert und gespeichert war. „Hingehen, einschalten und es kann losgehen – diesen enormen Zeitgewinn haben wir überaus zu schätzen gelernt“, so Franz Fleischanderl.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.stagetec.com/


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