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Kristallklar - Analoges Magnetband im Zeitalter der Digitaltechnik



Kristallklar - Analoges Magnetband im Zeitalter der Digitaltechnik
Preis:  € 1,99  (inkl. € 0,32 MwSt.)
Artikelcode:  SM026


Beschreibung:  Studio Magazin Classic vom August 1996
Kristallklar - Analoges Magnetband im Zeitalter der Digitaltechnik
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Sie gestatten, daß ich (Fritz Fey) mich anfangs kurz zu Wort melde, bevor ich dem Autor das Wort erteile, denn diejenigen, die mein Editorial aus der Juni-Ausgabe (Ausgabe 202, Jahrgang 1996, Anm. d. Red.) nicht gelesen haben, würden sonst überhaupt nicht wissen, wovon hier die Rede ist und warum. Beschwert habe ich mich wieder einmal über den offensichtlich abnehmenden Anteil von wirklichen Fachleuten im Studiobusiness, über Presetverwöhnte Projektstudios und deren fehlenden technischen Background. Gibt es überhaupt noch die Experten mit den 'Goldenen Ohren', für die es sich lohnt, das Ringen um einen weiterführenden Qualitätsstandard fortzusetzen? Natürlich gibt es sie, doch sind für eine Mehrzahl des heute Audio produzierenden Gewerbes andere Werte in den Vordergrund gerückt. Nicht die Kunst, musikalisch und in ihrer technischen Umsetzung, sondern Profit ist gefragt, und wie man ihn mit geringstmöglichem Aufwand maximieren kann. Bei vielen (populären) Produktionen ist heute im übertragenen Sinne das Haltbarkeitsdatum auf dem Bodenblech abgedruckt. Zwei oder drei Wochen Charterfolg reichen heute schon, um 'mal eben' ein paar hunderttausend Mark einzusacken. Wer fragt da noch nach Qualität? Bei aller Diskussion um die Segnungen der Digitaltechnik, die zweifelsohne auch auszumachen sind, wurde ganz vergessen, daß wir mit der analogen Aufzeichnungstechnik nach wie vor über ein Medium verfügen, daß jede Digitalaufzeichnung in puncto Auflösung und Hörbarkeit aus dem Felde schlagen kann. Genutzt wird sie vor allem von den erfahrenen Produzenten und Toningenieuren aus alten Tagen, die noch genau wissen, 'was Sache ist'. Doch auch unter den jungen Nachwuchskräften rekrutiert sich eine Gruppe von Liebhabern der professionellen Audiotechnik, die 'analog' neu für sich entdecken und auch imstande sind, den Unterschied zu hören, nicht nur, weil irgendwo unterwegs eine Röhre ihre Hand im Spiel hat...

"Ich stimme Ihnen vollkommen zu, lieber Herr Fey", so beginnt der Wortlaut des Faxes, das mich als Reaktion auf mein Editorial vom Autor erreichte, dem ich nunmehr das Wort erteilen möchte: Es zählt derzeit zu den gehüteten Geheimnissen der Digitaltechnik im Tonstudio, sie in etlichen Punkten als groß inszeniertes Betrugsmanöver zu klassifizieren, höchst schädlich für die Industrie, obgleich die Digitaltechnik ganz unbestreitbare Vorzüge hat. Aber wie so oft im Leben regt sich Widerstand: dem Himmel sei Dank für die guten Ohren unserer Nachwuchs-Toningenieure. Sie hören die Mängel und bevorzugen weiterhin die analoge Aufnahmetechnik, für mich eine Überraschung erster Klasse! Man braucht gar nicht auf die bekannten Vergleichstests in den großen Studios der amerikanischen Westküste um Bernie Grundman und die sich häufenden Wiederauflagen der Studer A 820 V2" mit 76 cm/s zu verweisen, wovon mehr als ein Dutzend nach Japan gegangen sind: analog ist einfach gut, und wie sagten Sie ganz richtig:'... aus Hackfleisch kann man kein Filet mehr machen ...!', mit Verlaub schon oft mit Erfolg zitiert.

Analog - wie lange noch?

Die digitale Magnetbandtechnik hat mit ihren gegenwärtigen Formaten das analoge Magnetband noch nicht verdrängen können. Musiker und Toningenieure bevorzugen weiterhin die Wärme und musikalische Tonqualität der analogen Magnetbandaufnahme. Die digitale Weiterentwicklung wird zu 24-Bit Auflösung und 96 kHz Abtastrate im Musikstudio führen und möglicherweise die analoge Aufnahmetechnik weiter in den Hintergrund drängen, allerdings unter der Voraussetzung, daß sich das neue digitale Format weltweit in Form eines kompatiblen Standards durchsetzt und der hohe elektronische Aufwand bezahlbar wird.

Heute und für die nächsten zehn Jahre wird sich das analoge Aufnahmeverfahren noch gut halten können, so verlautet aus Fachkreisen. Die klassische Bandgeschwindigkeit 76 cm/s beim Analogband hat im Lichte der Digitaltechnik eine gestiegene Bedeutung wiedererlangt, deren Ursache nun erläutert wird und folgerichtig auf jene zuführt. fritzfey

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