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Im Gleichschritt, marsch! Synchrontechnik von A bis Z, Teil I



Im Gleichschritt, marsch! Synchrontechnik von A bis Z, Teil I
Preis:  € 2,99  (inkl. € 0,48 MwSt.)
Artikelcode:  SM018


Beschreibung:  Studio Magazin Classic vom Dezember 1989
Im Gleichschritt, marsch! Synchrontechnik von A bis Z, Teil I
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Der Begriff des Synchronisierens ist heute in aller Munde und in den Köpfen vieler Studiopraktiker. Dabei müssen wir immer wieder feststellen, daß vielfach Verwirrung hinsichtlich der Begriffe, Techniken und Leistungsparameter von Geräten besteht. Ich will hier versuchen, den Problemkreis aus der Sicht der Firma Adams-Smith (USA) zu erhellen. Die Notwendigkeit zu synchronisieren besteht immer dann, wenn sich Ton - und/oder Bildinformationen auf unterschiedlichen Medien befinden, die gemeinsam zur Vorführung gebracht werden sollen. Dabei ist es egal, ob es sich um Filmmaterial, bewegte analoge oder digitale Magnetbänder vom Senkel über R-DAT bis Multitrack, Harddisk-Recorder, MIDI-Equipment oder Video von VHS über 1 Zoll bis zur Digital-Maz und Bildplatte handelt. Zunächst möchte ich auf die Filmbearbeitung eingehen, da sie die Mutter aller Synchrontechniken ist und auch in Zukunft Bedeutung haben wird, nämlich als Programmquelle für HDTV (das hochauflösende Fernsehen). Solange die elektronische Aufzeichnung fast unbezahlbar ist und eine Norm nicht endgültig feststeht, werden die Sender einen Teil ihres Programmvorlaufes mit Hilfe der 35mm Filmtechnik sicherstellen. Um den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden, bedarf es aber eines Umdenkens in der Tonbearbeitung speziell beim Fernsehen. Weiterführende Techniken der Tonbearbeitung zum Bild, das Audio-For-Video-Editing, sollen später behandelt werden.

Bei der klassischen Filmbearbeitung sind Bild und Ton während der gesamten Produktion vom Drehen des Filmes über Schnitt und Mischung bis zur Herstellung der Kinokopien (beim Fernsehen bis zum Anlegen an die MAZ) separat gespeichert. Ein Filmbild wird als 'Picture' oder 'Frame', in Deutschland als 'Bild', häufig auch als 'Feld' bezeichnet, was manchmal zu Verwechslungen mit dem Begriff 'Field' aus der Videotechnik führt. Die absolute Position der Bilder kann anhand sogenannter Fußnoten 'abgezählt' werden, die man bei der Herstellung des Negativmaterials neben den Perfolöchern auf den Film aufbringt. Beim 35mm-Film, dem normalen Kinoformat, gibt es 4 Perforationslöcher pro Frame und 16 Frames pro 'Foot' (engl. Längenmaß); der 16mm-Film hingegen hat 1 Loch pro Frame und 40 Frames pro 'Foot'. Der Film wird mittels einer sogenannten 'Klatschkopie' des entwickelten Negativmaterials geschnitten. Diese Bildschnitte werden anhand der Fußnoten in eine Schnittliste, die 'Edit Decision List' oder kurz EDL, eingetragen, nach der später das Negativmaterial im Kopierwerk bearbeitet wird. Dieses Material gibt es nur einmal und man muß entsprechend vorsichtig damit umgehen. Die Technik, bei der zunächst nicht das wirkliche Material, sondern Kopien zur Hilfe genommen werden, nennt man 'Off Line'. Für die Tonbearbeitung wird ein vollständig mit einer Magnetschicht versehener Magnetfilm, auch Chordband genannt, verwendet. Er enthält normalerweise Mono-, teilweise auch Stereoaufzeichnungen von Dialogen (eventuell in verschiedenen Sprachversionen), Hintergrundgeräuschen, Aktionsgeräuschen und Musiken, die bei der Filmmischung von mehreren Laufwerken synchron zugespielt werden. Außerdem gibt es die 2-,4- und 6-Kanalaufzeichnung für unterschiedliche Formate beim Abmischen (Dolby-Stereo, 4-Kanal, 6-Kanal oder IT-Band für den internationalen Programmaustausch mit separaten Spuren für Mischton, Originaldialoge, Originalgeräusche und Musiken). Bild 1 zeigt die Spurlagen auf den unterschiedlichen Chordbändern (eine größere Grafik erhalten Sie unter "Weitere Bilder", Anm. d. Red.). (...) fritzfey

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