Das Hören in der horizontalen Ebene geschieht sowohl durch Intensitätsunterschiede als auch durch Laufzeitunterschiede zwischen dem linken und dem rechten Ohr.
Der Bereich in dem die Ortung über Intensitätsunterschiede stattfindet, kann allerdings sehr Frequenzabhängig sein.
So wird beispielsweise eine Ortung über Intensitätsunterschiede oberhalb von f =1000Hz durchgeführt, eine Ortung durch Laufzeitunterschiede jedoch erst unterhalb von f = 300 Hz.
Eine kombinierte Ortung durch Laufzeit- und Intensitätsunterschiede findet zwischen f = 300 bis 1000 Hz statt.
Der Effekt der Abschattung spielt auch im Bereich der Intensitätsunterschiede eine sehr große Rolle. Allerdings sind diese stark Frequenzabhängig. So ergibt sich beispielsweise bei einer Frequenz von f = 2 bis 3 kHz eine Pegeldifferenz zwischen dem linken und rechten Ohr von rund 10 dB. Bei einer Frequenz von f = 6 kHz ergeben sich bereits 20 dB Pegelunterschied und jedoch ganze 30 dB ergeben sich bei der Frequenz von f = 10 kHz.
Die Ortung über Laufzeitunterschiede wird in der Abbildung dargestellt. Hier wird das Prinzip der Berechnung des Zeitunterschiedes aufgezeigt, der in direkter Abhängigkeit mit dem Schalleinfallswinkel steht. Je weiter sich der Schalleinfallswinkel einem Winkel von 90 Grad annähert, desto größer wird der Laufzeitunterschied. Der maximale Zeitunterschied der zwischen einem von vorne oder von hinten genau seitlich eintreffenden Schallsignal verursacht werden kann, liegt bei etwa 0,8 ms (90 Grad).
Die Ortung in der vertikalen Ebene geschieht nur über Klangfarbenunterschiede, welche
vorne 350 bis 500 Hz, oben 8 kHz und hinten 800 bis 1600 Hz betragen. Hier ist allerdings zu beachten, dass eine relativ große Abweichung vorhanden ist. Bei einem bekannten Objekt beträgt diese 9 Grad, bei unbekannten Schallereignissen eine Abweichung von bis zu 17 Grad.
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