Fukada-Tree
Autor:
Tom Bartels
22.12.2009 /
12:57 Uhr
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Der Fukada-Tree ist eine mehrkanalige Mikrofonanordnung für das 5.1-Surround-Tonformat benannt nach dem japanischen Toningenieur Akira Fukada.
Die Anordnung basiert auf dem klassischen „Decca-Tree“. Der Decca-Tree, der sich seit den 1960er Jahren in vielen Klassik-Aufnahmen bewährt hat, wird in modifizierter Form für die Kanäle L, C und R verwendet. Anstatt Druckempfänger werden Mikrofone mit Nieren-Richtcharakteristik für L, C, R, RS und LS eingesetzt um den Diffusschallanteil in den Frontkanälen zu reduzieren.
Die zusätzlichen, außerhalb des LCR-Dreiecks angeordneten Kugel-Mikrofone LL und RR sollen einen besseren Eindruck des Orchesters vermitteln und eine Verbindung zwischen vorne und hinten herstellen.
Durch die großen Abstände des LCR-Dreiecks ist diese Konfiguration nicht geeignet um eine exakte Ortung zu erreichen. [THEILE Günther, Multichannel Natural Music Recording, Seite 10]
Der Fukada-Tree wird eher verwendet um einen offenen, räumlichen Klang zu erreichen. Deswegen lässt er sich auch als reines Raummikrofon verwenden. Durch das Center-Mikrofon wird eine gute Abbildung der zentralen Quellen gewährleistet.
Wegen der weiten Abstände lässt sich auch kein Aufnahmewinkel definieren. Alle Quellen im Bereich ±45° werden im oder nahe dem Centerkanal abgebildet. Die Quellen außerhalb des Bereiches ±70° werden im oder nahe dem linken bzw. rechten Kanal abgebildet.
[SAWAGUCHI /FUKADA, Multichannel sound mixing practice for broadcasting, Seite 3]
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